Sa 13.01.
20.00h

rock

unerhört pt.2 | Aivery + Stereoface

Ort: Alter Schl8hof

Eintritt: €8/7/6

Vorverkauf: Kein Vorverkauf

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unerhört pt.2 | Aivery + Stereoface

Die zweite Ausgabe der Reihe "unerhört" bringt uns den Rock im besten Sinne in die altehrwürdigen Schlachthofgemäuer.. Zu Gast sind zwei sehr unterschiedliche und doch in ihrem gitarrenlastigen Sound vergleichbare Bands.

Aivery sind eine junge Band aus Wien, die jetzt mit ihrem Debüt Album Because aufhorchen lassen. Schubladen sind unangebracht, überzeugt wird mit komplexen Gitarrenriffs, treibenden Basslinien und rauen Schlagzeugbeats. Eingängige Melodien werden in unkonventionellen Songstrukturen verpackt. Gesungen wird als eindringlicher Appell, getrieben vom Bedürfnis gehört zu werden. Aivery sind Franziska Schwarz (bass, voc), Doris Zimmermann (dr) und Jasmin Rilke (git). Getroffen haben sie sich durch eine Anzeige in einem Studierendenlokal. Schnell gab es erste Releases, wie eine 7“ auf Unrecords , diverse Kassetten wie das Ramones-Cover-Tape auf dem Grazer Label Wilhelm Show Me The Majorlabe l. Im Sommer 2016 schloss sich die Band in einem Grazer Studio mit Mario Zangl (Musiker bei Killed By 9V Batteries, Mile Me Deaf, Melt Downer) ein um ihren ersten Longplayer aufzunehmen. Aivery zelebrieren die Schwere im Gegensatz zur gespielten Leichtigkeit: Punk hüllt sich hier nicht in Instagram und Surf-Riffs, sondern reduziert sich ungeschminkt auf seine anti-Position: anti-Erwartungen, anti-Verwertbarkeit, anti- Coolsein. Pro ist das, was schon immer in der Musiksammlung gefehlt hat.

Als Paul Pfleger und Nino Kadletz, der Kern der Grazer Band Stereoface, vor guten 15 Jahren anfingen, gemeinsam ihre Gitarren zu würgen, wuchsen ihnen noch keine Bärte, der Euro war noch frisch und Breitbandinternet kaum vorstellbar. Ging es anfangs vor allem darum, die elterlichen Garagenwände zum Wackeln zu bringen und die adoloszente Ahnungslosigkeit durch Lautstärke zu kompensieren, mauserten sich Stereoface nach einigen Besetzungswechseln zu einem etablierten Act der heimischen Alternative- Szene. Auf zwei Alben, einer EP und mehreren veröffentlichten Singles pflügte sich die Band durch ihren Eigenentwurf von Shoegaze (bzw. Skygaze), Punk-, Brit- und Heavy- Rock und nicht zuletzt durch den verqueren Gestus von psychodelischem 70er-Rock. Bei aller Liebe zum Gitarrenbrett frönt Stereoface dabei keiner Plattitüde. Die Kompositionen von Songwriter und Mastermind Paul Pfleger sind wesentlich diffiziler als beim ersten Hören gedacht, und folgen dabei einer für Außenstehende oft kaum nachvollziebaren Ordnung und einer eigenbrötlerchischen Logik. So unterliegt auch JAWS einer feinklingigen Dramaturgie, auch wenn jeder Song dabei für sich selbst stehen könnte. So werden etwa einzelne Motive aufgegriffen, in folgenden Tracks wiederholt und bearbeitet oder Textpassagen beantwortet und weitergesponnen.