Fr 14.04.
20.00h

pop

Voodoo Jürgens | support: Worried Man & Worried Boy

Ort: Alter Schl8hof

Eintritt: Vvk €17

Vorverkauf: Öticket, Hermanns, Café Strassmair, Moden Neugebauer

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Voodoo Jürgens | support: Worried Man & Worried Boy

Konzerte am Freitag vor Ostern haben im Schl8hof eine gewisse Tradition. Als hierzulande noch ein Veranstaltungsverbot herrschte, weil man sich ja am Todestag des Sohns vom Herrgott nicht zu amüsieren hat, fanden wir das ziemlich deppert und haben uns trotzdem einen Spaß gegönnt. Man erinnere sich an spitzen Konzerte von Attwenger oder Tortoise am besagten Karfreitag. Seit knapp zehn Jahren denkt nun auch das Gesetz so wie wir, und die Untersagung von Veranstaltungen aus religiösen Gründen ist sogar verboten. Jetzt sind wir aber nicht so widerständig, dass wir nur tanzen, wenn es nicht erlaubt ist, also machen wir uns trotzdem eine Sause und nennen sie neckisch „Fastenbrechen“.

Mit uns feiert der ebenso sympathische wie großartige Voodoo Jürgens. Wenn Herr Jürgens während zahlloser Ziager durch Branntweiner und Tschecherln arg in Mitleidenschaft gezogene Gitarre schrubbt und zupft, fällt  eine Gemeinsamkeit auf: Dieser Schlurf sudert und raunzt und bitzelt auch wie Georg Friedrich. Voodoo Jürgens präsentierte vor nicht allzu langer Zeit sein Debütalbum „Ansa Woar“. Zwar ist sein lokaler Ruf dank intensiver Livearbeit längst so weit gefestigt, dass Lieder wie sein Szenehit „Heite grob ma Tote aus“ oder „Faung da nix an“ dank ihrer schludrigen Vorlagen selbst von Leuten mitgesungen werden können, die nicht singen können. Man nennt das wohl Publikumsnähe.

Mittlerweile allerdings dringt sein Ruf dank eines gemeinsamen Managements mit der befreundeten Band Wanda auch bis nach Deutschland vor. Spätestens seit Georg Danzers und Wolfgang Ambros' Hochzeiten vor 40 Jahren mit den Dialektvorlagen Tschick, Die Kinettn wo i schlof oder Espresso hört man auch dort gern alle heiligen Zeiten wieder, dass man in Wien immer noch freudig Klischees erfüllt, an deren Schaffung die Insassen kräftig mitwerkeln  (Schachinger, Der Standard).

Als Support mit dabei sind die beiden Herren von Worried Man &?Worried Boy. Wie der Name schon verrät handelt es sich dabei um ein Vater-Sohn-Gespann - Herbert Janata war Kopf der Worried Men Skiffle Group, Sohn Sebastian ist Schlagzeuger von Ja! Panik. Vielversprechend!