17.04.26 20:00

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Akkordeonfest | Katharina Baschinger | Sophie Herzog | Dedley Woodleybears

Eintritt: n. n.

Ort: Alter Schl8hof

Vorverkauf: Noch nicht aber bald!

2026 ist offiziell das "Jahr des Akkordeons": Eines der wenigen schönen Dinge, die man bislang über dieses Jahr sagen kann. Und einer der vielen guten Gründe, 2026 wieder einmal ein kleines, aber imposantes Akkordeonfest in Wels zu veranstalten. Das Akkordeon ist weltweit in so vielen Stilen und Traditionen beheimatet - und es wird mittlerweile sogar in Klassik und Jazz ernst genommen! -, dass es unmöglich ist, ihm an einem einzigen Abend gerecht zu werden. Und doch versucht das Welser Akkordeonfest 2026, den verschiedenen Facetten dieses immer noch unverstandenen, weil unerklärlichen Instruments eine Bühne zu bieten. Die Oberösterreicherin Katharina Baschinger gehört, obwohl sehr jung an Jahren, zu den etablierten Virtuos*innen und Innovator*innen auf der Steirischen Ziehharmonika; in Wels wird sie Einblicke in ihr neues, bereits bei "Glatt & Verkehrt" präsentiertes Soloprogramm gewähren. Sophie Herzog, in Baden-Württemberg geboren, wohnhaft in Paris, ist einer der aufstrebenden Stars der Welt des Klassischen Akkordeons. Bestens ausgebildet in Trossingen, Wien und Paris, sucht sie sich stets neue und bislang unvorstellbare Herausforderungen; so wird sie an diesem Abend die gesamte "Waldsteinsonate", op. 53, von Ludwig van Beethoven aufführen. Das wird eine Österreich-, wenn nicht Weltpremiere sein. Und schließlich werden sich die "Dedley Woodleybears", bestehend aus Victoria Pfeil (Saxophone), Tomáš Novák (Geige, Gesang), und Paul Schuberth (Akkordeon), ihrer berühmt-berüchtigten Mischung aus Jazz, imaginärem und echtem Folk und Freier Improvisation hingeben. Besonders geehrt wird dabei der den dreien freundschaftlich verbundene Guy Klucevsek (1947-2025), Akkordeonpionier und Avantgarde-Komponist aus New York.

Katharina Baschinger (AT) spielt nicht nur leidenschaftlich Steirische Harmonika, sondern unterrichtet dieses Instrument auch an der Gustav Mahler Privatuniversität für Musik in Klagenfurt. Gemeinsam mit dem Trio Diatonische Expeditionen konzertierte sie bisher vor allem im deutschsprachigen Raum, 2024 auch in New York City. Als Moderatorin ist die gebürtige Oberösterreicherin in ORF Radio Oberösterreich („G´sungen und g´spielt“) und beim Kultursender Ö1 („Spielräume Spezial“) zu hören. Immer wieder komponiert Katharina Baschinger auch neue Literatur für Steirische Harmonika, in ihrem Soloprogramm, das beim Festival „Glatt & Verkehrt“ im Juli 2025 Premiere feierte, gibt es viele unterschiedliche, vielleicht auch unerwartete Facetten der Steirischen Harmonika zu erleben – von traditioneller bis neuer Volksmusik, Klängen aus Jazz und Pop sowie klassischer Musik - vor allem aber ihre persönliche Tonsprache auf diesem Instrument.

Sophie Herzog (DE) ist ein aufstrebender Stern der internationalen klassischen Musikszene. Geboren 1998, konnte sie ihre musikalische und künstlerische Vielseitigkeit bereits in der Berliner Philharmonie, bei den „Anhaltischen Kammermusiktagen“ sowie mit ihrer Konzertreihe „UNGEHÖRT“ im Rahmen des Festivals „Kultursommer Wien“ 2024 in Wien unter Beweis stellen. Sophie Herzog entspricht nicht unbedingt dem Bild, das man von einer klassischen Akkordeonistin erwartet. Sie ist eine Naturgewalt – lebensfroh und extrovertiert. Als Interpretin reicht ihr Ausdruck jedoch von leidenschaftlich bis sanft, von herzzerreißend bis zart und introspektiv, von ehrfürchtig bis kontemplativ. Sie scheut sich nicht, sich mit ganzer Hingabe ihrem Instrument zu verschreiben, und erreicht dabei eine Klangqualität, die die tiefsten Facetten des Instruments zum Vorschein bringt. Oder in den Worten von Prof. Grzegorz Stopa, Akkordeonprofessor in Wien: „Sophie Herzog gehört zu den talentiertesten Studierenden, mit denen ich je das Vergnügen hatte zu arbeiten. Sie verfügt über eine außerordentlich bemerkenswerte künstlerische Persönlichkeit. Ihre authentische Sensibilität verleiht ihren Interpretationen eine besonders einfallsreiche Prägung, der man in dieser Art und Qualität nur selten begegnet.“

Das Trio Dedley Woodleybears (AT/CZ), bestehend aus dem Akkordeonisten Paul Schuberth, der Saxophonistin Victoria Pfeil und dem Geiger Tomáš Novák, entstand im Zuge von Konzerten mit dem renommierten slowenischen Akkordeonisten Bratko Bibič („accordion tribe“). Gemeinsam versuchen sie den schwierigen Weg zwischen Imaginärer Folklore und Avantgarde-Jazz, zwischen Chanson und Freier Improvisation zu beschreiten. Eigene Kompositionen, aber auch unbekannte Evergreens aus der absurden Akkordeonwelt stehen am Programm. An diesem Abend ehren sie besonders den New Yorker Akkordeonpionier und Komponisten Guy Klucevsek, der 2025 verstarb.