27.11.19 19:30

lesung

Marlen Schachinger | Schlussstrich

Eintritt: €5 inkl. Suppe

Ort: Alter Schl8hof

Marlen Schachinger wird in diesen Tagen schon wieder Geschichte sein, nicht sie, sondern ihre StadtschreiberInnenschaft, die sie mit sichtlich großer Freude bravourös absolviert hat. Darüber gilt es zu berichten und zu reden.

 

Marlen Schachinger wurde im Dezember 1970 frühzeitig und während eines Schneesturms geboren; wohlgemerkt: der österreichischen Variante desselbigen, und wie alles kommt auch so ein Schneesturm hierzulande ein bisschen gemütlicher, ein bisserl lahmer daher als anderswo. Und weil Marlen Schachinger ist, wer sie ist, beobachtet sie, was vor sich geht, und erzählt, liest, liebt, lebt auf ihre Art: nachsinnend, wissbegierig und obsessiv, durchaus auch ungeduldig – und da dies im Präsens formuliert ist, kann wohl der Grammatik folgend angenommen werden, dass sie bislang nicht über den Jordan gegangen ist, hat es auch noch nicht vor, denn an ein jenseitiges Land der Verheißung glaubt sie nicht: Das Bedeutsame kündigt sich kaum je feierlich sich offenbarend an. Vielmehr schleicht es sich im Nebenher in unser Leben, um schlicht da zu sein. Und sollte gesehen werden …!

Zuletzt erschienen: »Kosovarische Korrekturen« (2019)