27.11.26 20:00

Rock

Singer/Songwriter

Madness

Pop

Naked Lunch

Eintritt: VVK 28

Ort: Alter Schl8hof

Vorverkauf: KUPFticket.com

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„Ich habe diese Band gegründet und ich werde sie zu Grabe tragen, wenn mir danach ist“, sagte Naked Lunch Mastermind, Songwriter und Sänger Oliver Welter einmal. Offensichtlich ist ihm noch nicht danach. Und jetzt also, nach Neu- und Umbesetzungen innerhalb der Band, scheint es wieder einmal um alles zu gehen scheint. Licht und Tod in kleinen Portionen - hier wird ohne Vorbehalte mit den Mitteln der (Pop-)Musik einmal mehr die „human condition“ durch- und vermessen. Der ganze Wahnsinn, der Blick und die Reise des Songwriters und Sängers Oliver Welter gehen tief, führen weit, nicht zuletzt in sich selbst hinein – und von dort dann wieder ganz weit hinaus.

„Über viele, zu viele Jahre habe ich mich wohl täglich gefragt, ob ich diese Band überhaupt noch am Leben lassen soll. Ob es denn überhaupt noch Menschen da draußen gibt, die Freude damit hätten. Und ob ich überhaupt noch bereit bin, etwas preiszugeben von der ewigen eigenen Zerrissenheit, dem ewigen haltlosen Pendeln zwischen hellem Licht und dem genauen Gegenteil davon. Der dringlichen Umarmung für alles und jeden, das und der/die mir lieb ist, oder der bloßen Zerstörung meiner selbst. Eine andere, reale Form der Zerstörung meines Körpers übernahm in dieser Zeit ein Arschloch-Krebs, der mich, vor allem psychisch, über 24 Monate gefangen hielt, eh er mich schließlich (zumindest vorübergehend) wieder freiließ und ich dadurch wieder arbeits- und gesellschaftsfähig wurde. Dem gegenüber und fast parallel zur Krankheit stand mit der Geburt meines dritten Kindes jedoch das absolut Schöne, das alles Übel weggewaschen hat, wie nur irgend möglich.“ (Oliver Welter)

Die fast schon schicksalshafte Begegnung mit dem Musiker und Produzenten Wolfgang Lehmann („der beste und talentierteste Musikversteher überhaupt“, so Welter) beflügelte Welter mit ebendiesem in dessen Studio die verschiedenen Layouts der Songs des neuen Albums Lights And A Slight Taste Of Death fertig zu arrangieren, zu produzieren und final auch von Lehmann mixen zu lassen. Das alles freilich auch mit Hilfe der ewigen Gefährten Alex Jezdinsky (Drums) und Boris Hauf (Keys/Sax). Auf Tour ist die kongeniale Bassistin Romy Jakovcic mit an Bord des Sternenschiffs.

Die neuen Songs sind wieder eine Tour de Force, sowohl fordernd und hart als auch zärtlich und umarmend. Eine intime Nabelschau, die von großen Balladen wie betörend schönen Liedern, großen, überbordenden, himmelsstürmenden Pophymnen sowie von völlig unerwartet expressiven Ausbrüchen geklammert wird.