24.09.22 20:00

pop

diverses

Take Over! Samstag | Sophia Blenda

Eintritt: Vvk 14; Schüler:innen, Studierende, Auszubildende: €5

Ort: Alter Schl8hof

Take Over! thematisiert Geschlechterverhältnisse in der Kunst- und Kulturarbeit und bietet Workshops, Come-Together und Live-Konzerte für FLINTA und alle Interessierten. Diesmal:

Sophia Blenda ist das Alter Ego von Sophie Löw, der 26-jährigen Singer/Songwriterin, die mit ihrer charakteristischen Stimme und ihren bemerkenswerten Texten bisher vor allem als Sängerin (und Multiinstrumentalistin) der Wiener Band Culk bekannt ist. Culk veröffentlichen in den letzten Jahren zwei hervorragende, von Dunkelheit durchzogene und doch strahlend helle, von „existenzialistischem Postpunk“ (spiegel.de) durchwirkte Indierock-Alben, die als Kampfansage an tieferverwurzelte patriarchale Strukturen zu deuten sind. Sie durchleuchten vielschichtig das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft und die ihm innewohnenden Machtverhältnisse.

Nun tritt Löw als Sophia Blenda mit ihrem herausragenden Solo-Debütalbum „Die Neue Heiterkeit“ in die Öffentlichkeit, auf dem sie die Themenkomplexe Angst, Selbstbestimmung, Gewalt und Schwesternschaft umkreist. Im musikalischen Zentrum des eindringlichen Kammerpop-Entwurf, steht das Klavier, das mal düster, mal glamourös-melodiös durch die Songs trägt und Sophia Blendas Erzählung zugleich um- wie enthüllt.

Manchmal steht da nur ihr Wort, minimalistisch umweht von fernen Klängen, die sich im nächsten Moment zu einem Sturm aus elektronisch-verzerrten, nervös-knarzenden Elementen und filmischen Streichern verdichten und einen musikalischen Rückhalt entwerfen für das ambivalente Empfinden zwischen Verletzlichkeit und Mut, Abhängigkeit und Selbstermächtigung. Immer, wirklich immer, vermittelt sich ein innerliches Luftholen, ein Moment, in dem sie alles von oben betrachtet. Sophia Blenda ist die Vertreterin einer Generation, deren Frauen sich zugleich mutig und resigniert, abgekanzelt und gesehen fühlen. Einer Generation deren Ängste immer lauter werden, aber ungehört bleiben. Die Angst ist da, aber die Sehnsucht nach ihrer Überwindung bleibt bis zuletzt größer: „Offen bleibt wer in die Zukunft greift“, singt sie im Titelstück des Albums.

"Das ist Lyrik, nicht Lyrics. 'Die neue Heiterkeit' wird nicht nur ein Album des Jahres sein, es verdient auch einen Literaturpreis." Der Standard

"Eine poetische Kraft und Energie die im deutschsprachigen Pop und Rock selten ist." Der Spiegel

"Tiefe Texte, die Löw mit einzigartig klagender Stimme vorträgt. Unheimlich, das alles." Radio Eins

"Eine der besten Texterinnen des Landes." FM4

"Eine Poetin der Nichtworte." Die Presse